NNP - Artikel vom 03.02.2012

Prinz, Bauer und Jungfrau

Das Eschhöfer Dreigestirn

Im Eschhöfer Karneval herrscht in dieser Karnevalssaison erstmals ein Dreigestirn über das närrische Volk.

"Mir brauche in jeder Session die Eschhöfer Kersch und de Kölner Dom" – das ist

das Motto für die Kampagne des Eschhöfer Dreigestirns: (von links) Jungfrau Frieda,

Prinz Roland I. und Bauer Björn, die in dieser Karnevalssaison

das närrische Zepter schwingen.
Foto: Braun

 

Limburg-Eschhofen. Der Karneval in Eschhofen hat Hochsaison: Mit der jüngsten Prinzenkürung, die im Eschhöfer Feuerwehrgerätehaus vollzogen wurde, hat erstmals ein Dreigestirn in der Eschhöfer Karnevalsgeschichte die Herrschaft über das närrische Volk übernommen.

Das freut nicht nur die Verantwortlichen des Fastnachtclubs Eschhofen (FCE), sondern alle, die sich im Eschhöfer Karneval engagieren und mitfeiern. Prinz Roland I. (Roland Jung), Bauer Björn (Björn Zell) und Jungfrau Frieda (Frederic Glauben) wurden als amtierende Majestäten inthronisiert. Denn im Grunde war es in diesem Jahr keine Prinzenkürung, sondern vielmehr eine Inthronisierung, wie die Amtseinführung eines Dreigestirns im Rheinland genannt wird.

Prinzen sind Nachbarn

Eigentlich hätte die Amtsübergabe durch das letztjährige Prinzenpaar, Daniel I. und Jeannine I. vom "Lahnbund Eschhofen-Solms", fast am heimischen Gartenzaun erfolgen können. Denn die Prinzen Roland und Daniel sind Nachbarn. Wie Prinz Roland I. und Bauer Björn gegenüber unserer Zeitung sagten, hatten sie schon seit längerer Zeit an ihrem Plan geschmiedet, einmal als Dreigestirn die närrische Regentschaft über das Eschhöfer Volk zu übernehmen.

Erste Erfahrungen hatte Björn Zell bereits 1998 gemacht, als er als Björn I. gemeinsam mit Melanie I. (Melanie Wenz) das erste Eschhöfer Kinderprinzenpaar bildete. Lediglich eine passende Jungfrau musste noch gesucht und überzeugt werden. Und an welchem Tag ihnen das Glück hold war: Am 11.11.2011 "entdeckten" sie in Köln mit Frederic Glauben die passende Jungfrau Frieda. Den Namen Frieda hat die aus Niederneisen stammende Jungfrau übrigens aus Verbundenheit zur Urgroßmutter gewählt.

Die Termine

Die drei Tollitäten haben neben der Freude am Karneval noch weitere Gemeinsamkeiten: Sie sind dem Fußballsport beim VfL Eschhofen verbunden und lieben die Stadt Köln. Wobei Prinz und Bauer mehr der "Kölsche Karneval", der Jungfrau eher der "1. FC Köln" ans Herz gewachsen ist.

Mit "Helau und Alaaf, ja das is usser Sprach!" gab Prinz Roland I. bei der Inthronisierung den Startschuss für die diesjährige Fastnachtssession. Bauer Björn ließ seine Stimme erklingen und die Jungfrau tanzte mit dem Prinzen. Das Motto für die Kampagne verkündete Bauer Björn: "Mir brauche in jeder Session die Eschhöfer Kersch und de Kölner Dom."

Wer das Eschhöfer Dreigestirn in der Zeit bis Aschermittwoch einmal persönlich erleben möchte, hat dazu an mehreren Tagen Gelegenheit: Am Freitag, 10. Februar, auf dem Fastnachtsabend der Pfarrgemeinde im Pfarrzentrum, am Sonntag, 12. Februar, beim Kräppelkaffee (der Frauenfastnacht) des Turnvereins Eschhofen (TVE), am Freitag, 17. Februar, bei der "Grün-Weißen Nacht" im Clubheim des VfL Eschhofen, am Samstag, 18. Februar, auf der Kappensitzung des TVE sowie am Sonntag, 19. Februar, beim Fastnachtsumzug des Fastnachtsclubs sowie auf der anschließenden "After-Zug-Party" des FCE im Saalbau Ries in der Wiesenstraße. (bra)